Sparte Billard

Die Sparte Billard wurde am 15. März 1972 in der Gaststätte »Dorfmitte« in Wellmitz gegründet. Als erster Vorsitzender wurde der Sportfreund Rudi Manzke gewählt, der diese Funktion mehr als 20 Jahre ausübte. Weil der Sportverein im Jahre 1972 nicht über das benötigte Geld verfügte, wurde den Billardspielern zur Freude von Herrn Kaulfersch ein 3/4 Billard geliehen. Dieses wurde zunächst im Mehrzweckraum des Gemeindehauses aufgestellt. Da das Billard nicht den originalen Abmessungen entsprach, kam es einerseits häufig zu Protesten der Gegner, andererseits mussten sich unsere Spieler bei Auswärtsspielen stets auf die anderen Tische umstellen. Die ersten Queues wurden von der BSG gekauft. Damals wie heute wurde in der Sparte Kegelbillard gespielt.

Da der Mehrzweckraum im Gemeindehaus, wie der Name schon sagt, nicht nur den Billardspielern zur Verfügung stand, war es oft notwendig, den Billardtisch wegzuräumen.Aus diesem Grunde wurde, nach kurzer Zwischenstation in der Gaststätte »Dorfmitte«, ein Raum unter der Bühne der Gaststätte „Zur Eisenbahn“ für das Billardspielen hergerichtet. Zweimal pro Woche wurde trainiert. Um die spielerischen Leistungen zu verbessern, wurde ein professioneller Trainer aus Guben, Sportsfreund Hahn, verpflichtet.

Im Jahre 1980 wurden die Trainings- und Spielbedingungen durch ein den geforderten Maßen entsprechendes Billard verbessert. Die Leistungen der Mannschaft steigerten sich enorm, so dass der Aufstieg in die Bezirksklasse und später in die Bezirksliga folgte.

Nach Fertigstellung der Sportlergaststätte boten sich auch für die Sparte Billard bessere räumliche Möglichkeiten. Zuerst wurde der Gaststättenraum genutzt und nach Fertigstellung des Anbaus erhielten dort die Billardspieler ihr neues Domizil. Die Spiele in der Bezirksliga machten zum einen den Kauf eines zweiten Billardtisches notwendig, der von unserem Verein finanziert wurde, bedeuteten andererseits aber auch ei ne Reihe zusätzlicher Belastungen für jeden einzelnen Spieler. So mussten zu den Punktspielen beispielsweise große Entfernungen zurückgelegt werden. Fahrten nach Ladeburg, nördlich von Storkow, mussten mit privatem PKW, im günstigsten Fall mit einem vom damaligen VEG Wellmitz ausgeliehenen B 1000 zurückgelegt werden. Um nicht Sonnabend und Sonntag zu Spielen unterwegs zu sein und um Fahrtkosten zu sparen, wurden sonnabends zwei Punktspiele in jeweils auf der Wegstrecke liegenden Orten durchgeführt. Da waren Konzentration und Nervenstärke gefragt.

Dadurch, dass die Billardtische in einem Raum der Gaststätte standen, war es auch Außenstehenden – nicht unbedingt zum Vorteil der Sparte – möglich, diese zu nutzen. Als 1993 der Jugend- und Sporttreffseiner Bestimmung übergeben wurde, fand die Sparte Billard im Keller dieses Gebäudes ihre vorerst letzte Heimstatt. Ein großzügiger Spielraum und ein mit einer Glaswand davon getrennter Vorraum bieten ideale Bedingungen für den Trainings- und Punktspielbetrieb.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten nach der Wende – der Spielbetrieb auf der Ebene Kreisklasse ruhte zwei Jahre – hat sich die Sparte Billard wieder formiert und ist heute noch aktiv.

Seite 21_Bild_2

Unserer Mannschaft gehörten Mitte der 70er Jahre an: v.l.n.r.: Rudi Manzke, Hans Losinsky, Hans-Gerhard Sperling, Hans Wieder, Horst Baensch, Hans-Günter Schulz, Fritz Hofmann, Reinhard Preiß, Ralf Bütow und Helmut Schneider

Seite 21_Bild_1

Abschlußtabelle der Spielsaison 1996/97. Die Spielsaison 1996/97 konnte unsere Mannschaft mit einem hervorragenden 3. Platz beenden.